Krieschow.de

Auszüge aus der Dorfgeschichte

Dieser chronische Überblick wurde auf der Grundlage des Zeitungsartikels, anlässlich der 675.Geburtstagsfeier von Krieschow, vom Homepage-Team erarbeitet. Das Material erhielten wir vom Ortschronisten Hans-Günter Glasneck. Ausführlichere Fakten zur Krieschower Geschichte sind bei ihm zu erfragen.

"KRISSOW" wird am 29. September 1315 erstmals urkundlich erwähnt

Ein langer Weg ist zurückgelegt vom einstigen "Wald- und Sumpfflecken" bis zur modernen Ortschaft der Großgemeinde Kolkwitz, der weit länger ist als es 700 Jahre dokumentieren. Das Alter einer Ortschaft, einer Gemeinde, einer Stadt ist wesentlich höher als es die urkundliche Ersterwähnung aussagt. Für das Territorium des heutigen Krieschow kann man die erste Besiedlung des FleckeUrkunde Ersterwähnungns mit der Zeit um 1000 vor unserer Zeitrechnung ansetzen, da bei Ausschachtungsarbeiten im Jahre 1988 an der Niederung der "Kźschischoka" (fälschlich als "Graifenhainer Fließ" bezeichnet), unweit der Grundschule Krieschow, ein Gräberfeld von Brandbestattungen mit Beigefäßen und Scherben oder Steinsetzungen sowie zerstörte Grabanlagen entdeckt wurden, die von Experten dieser Zeit zugeordnet wurden.

 Es gab also schon "Krieschower" vor mehr als 3000 Jahren. Erstmals urkundlich erwähnt wird "KRISSOW" in einer Verkaufsurkunde des "Erste(n) Standesherren" der "Herrschaft Lübbenau", Botho von Ileburg, am 29. September 1315. Mit diesem Datum also geht KRIESCHOW in die Geschichte der Dörfer der Niederlausitz ein, die ähnlich der Nachbardörfer abgelaufen sein könnte.

 

"Wo das Wasser, das von Krissow kommt, den Spreewald erreicht."

 Die Geschichte der einst wendischen Dörfer der Niederlausitz ist eng eingebettet in die Geschichte dieses Landstriches im alten "Markgrafentum Brandenburg", so auch die Geschichte der Gemeinde Krieschow. Beginnen wir also im Jahre 1315, dem Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes.

 Der erste Standesherr der Herrschaft Lübbenau ist aus finanziellen Gründen gezwungen, einen Teil seiner Ländereien zu verkaufen und so unterzeichnet er am 29. September des Jahres 1315 die Verkaufsurkunde. In der siebten Zeile dieser Urkunde heißt es da: "... Ubi aqua, que fluit de Krissow cadit ad siluam". Zu deutsch: "Wo das Wasser, das von Krissow kommt, den Spreewald erreicht". Mit dem Wasser ist die "Kzschischoka" (seit 1933 fälschlich als "Graifenhainer Fließ" bekannt) gemeint, der die wendische Bezeichnung des Ortes ihren Namen gab und die bei Milkersdorf in die Spreewaldniederung einmündet. In der gleichen Urkunde wird als Grenze das Vorwerk kurz vor Milkersdorf erwähnt, das darauf hin deutet, dass im "Vasallendorf Ksisow" (im Besitz der Herren von Cottbus) bereits ein Gut existierte, das von einem Verwalter bewirtschaftet wird. DieBewohner des Ortes sind ausschließlich wendische Ackerbauern und völlig lehnabhängig.

"Krischo" im Besitz der Familien v. Seifertitz

Die Fundamente des Kirchturmes, aus Felssteinen errichtet, ließen Historiker zu dem Schluss kommen, dass es im Ort bereits um 1170 eine kleine Holzkapelle gab, denn zu dieser Zeit war auch in der Niederlausitz die "Christianisierung der heidnischen Wenden" abgeschlossen. Erst aus dem Jahre 1443 findet der Chronist wieder Informationen über den Ort. In diesem Jahr nämlich lässt der Besitzer des Ortes die "Tammühle", eine Getreidemühle, errichten, die vermutlich die Vorgängerin der viel später bekannten "Paulicks - Mühle" ist, denn die "Feldmühle" entsteht erst 4o Jahre später. Im Jahre 1458 erhält der Ritter Hans v. Seifertitz den Ort samt Rittersitz, der vermutlich eine kleine frühdeutsche Wasserburg ist (gleicher Standort wie das heutige Gutshaus), vom Markgraf zu Brandenburg als Lehen (geliehen für persönliche Gegenleistungen, im besonderen Kriegsdienste). Wie auch in den Nachbardörfern leben die Menschen In ärmlichsten Verhältnissen, denn der "Krieschower Boden gab schon immer wenig her". Etwa 60 Seelen bewohnen das „Katen-Dorf“. Interessant ist, dass sich der Ort entgegen anderer wendischer Dörfer - Runddorf mit Dorfplatz in der Mitte - zum reinen germanischen "Straßendorf" mit Sackgasse entwickelt. Das mag aber wohl am Lauf der Kzschischoka liegen, da an ihrer Niederung Weiden für das Vieh vorhanden sind. Ebenfalls interessant für die heute selbstbewussten Krieschower ist eine Urkunde aus dem Jahre I486. Der Brandenburgische Kurfürst Johann belehnt nun die Nachkommen des Ritters Hans von Seifertitz mit dem gesamten Dorf, der vollständigen Gerichtsbarkeit, den Straßenrechten, den beiden Mühlen, dem Vorwerk und "... dem anderen Zubehör (Menschen, Tiere, Äcker, Weiden, Wild und Wälder - d. Chron.) wie es ihre Vorfahren besessen". Die Krieschower werden persönliches Eigentum der "Rittersleut" von Seifertitz. Dazu gehört natürlich auch das "Recht der ersten Nacht" für die "Ritter" bei den heiratswilligen Jungfrauen des Ortes. Inwieweit sie es allerdings genutzt oder ausgenutzt haben, ist nicht belegt.

 Die Auswirkungen der deutschen Bauernaufstände auch in der Niederlausitz haben zur Folge, dass die Brüder v. Seifertitz als Besitzer des Ortes den kleinen Landtagelöhnern mehr Ackerland zugestehen. Jeder erhält ein Stück guten und jeder erhält ein Stück schlechten Boden. An den Abgabepflichten ändert sich nur, dass sie entsprechend höher sind.

 Wahrscheinlich auf Weisung der mächtigen Mutterkirche in Cottbus beginnen die v. Seifertitz's mit dem Bau der Kirche und der Kirchengemeinde treten sie auch Ackerland und Wald ab. Fast 140 Jahre ist nun das Dorf "Krischo" im Besitz der Familien v. Seifertitz. Im Jahre 1597 kommt Bernt v. Seifertitz in Zahlungsschwierigkeiten und muss den Ort samt "Zubehör" an seinen Gläubiger Kersten v. Rohr, Hauptmann von Lebus abtreten. Er ist bereits Besitzer der Dörfer Limberg und Mischen (heute Müschen). Nur 18 Jahre später, l615, muss auch v. Rohr alle 3 Dörfer verkaufen, weil sie kaum etwas einbringen. Der Ritter Friedrich v. Löben auf Schönfeld, dem auch Ilmersdorf gehört, kauft nun den Ort ebenfalls mit "Zubehör". Er beginnt, das Rittergut baulich zu vergrößern und das Vorwerk als Schäferei auszubauen. Das Rittergut verfügt nun über insgesamt "13,5 Hufe" (ca. 270 ha)Ackerland, Wiesen und Wälder. Neunzehn Tagelöhner bewirtschaften zu unterschiedlichen Teilen "22,5 Hufe" (ca. 440 ha). Alles Land wird nach dem Prinzip der "Zwei- bzw. Dreifelder-Wirtschaft" bearbeitet, d.h., ein Teil ist "bestellt", der andere "liegt wüste". 1635 erhält der Ort seinen heutigen deutschen Namen "Krieschow". Die wendische Ortsbezeichnung "Ksisow" bleibt, da die Bevölkerung zu fast 99% aus Wenden besteht. Mir Beendigung des "Dreißigjährigen Krieges" (1618-1648) im Jahre 1648 werden die kleinen Bauern, Kossäten und Büdner noch ärmer. Mehr als 12 Bauernhufe, also ca. 240 ha Acker- und Weideland, werden wieder dem Rittergut zugeschlagen, sodass fast die ganze Dorfbevölkerung nun gezwungen ist, auf dem Rittergut als Tagelöhner zu arbeiten. Die finanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen des "Dreißigjährigen Krieges" in der "Herrschaft Cottbus" sind völlig unüberschaubar. Das Steuerabgabesystem muss schnellstens geordnet werden, damit die "Herren von Cottbus" wieder zu Geld und Naturalien kommen. Und so ordnen sie im Jahre 1652 eine "Volkszählung" in ihrem "Herrschaftsgebiet" an, zu dem mehr als 100 Dörfer gehören. Und diese Volkszählung so ab: ein "Landreiter" (Beamter auf einem Pferd) wird von Ort zu Ort geschickt und zählt die Katenbesitzer, ihre Weiber und Kinder, sowie Knechte und Mägde. Im Februar des Jahres 1652 erreicht der Landreiter Krieschow und notiert folgendes Zählergebnis: 43 Bauern, Kossäten und Büdner mit je kaum 1 ha Land und ihren Weibern, Kindern, Knechten und Mägden. Die Bevölkerungszahl beträgt 175 (alle Namen sind im Besitz des Chronisten). Eine "Schenke" ist erwähnt, wobei der "Schenker" gleichzeitig "Schulze" des Dorfes ist. Auch eine Schmiede ist erwähnt, des weiteren die beiden Korn- bzw. Ölmühlen und erstmals 2 größere Bauernhöfe mit je ca. 4o ha Land, Wald und Wiese, deren Land aber zum "Vorwerk geschlagen" ist. Die Kirche besitzt 5o ha Land, das von 2 "Kirchbauern" bewirtschaftet wird. Der Küster der Kirche, der gleichzeitig Dorfschullehrer an der primitiven 1-klassigen "Schule" ist, wird erwähnt.

Krieschow ist seit jeher eine eigene Kirchengemeinde, zu der die Bewohner der Dörfer Eichow, Limberg, Kackrow und Wiesendorf gehören. Einen eigenen Pfarrer aber hat die Gemeinde nicht. Der kommt von jeher aus der Schwestern-Kirchengemeinde Papitz.

Die Vereinigung der Gemeinden Krieschow und Wiesendorf zur Landgemeinde Krieschow-Wiesendorf 

Im Jahre 1718 existieren außer dem Rittergut  23 größere Bauernhöfe, von denen 13 direkt zum Rittergut gehören und die anderen 10 als "Lehnhöfe" schon relativ selbständig sind. Des weiteren gibt es 7 kleine Kossätenhöfe und 19 "Gärtner", die zusammen kaum l0 ha bewirtschaften. Im Jahre 1733 wechselt wieder einmal der Besitzer des Dorfes. Der Cottbuser Landrat, Freiherr v. Vernezobre erwirbt Krieschow. 17 Jahre später, 1750, verliebt sich die älteste Tochter des Feiherrn in einen Herrn v. Normann und dringt darauf, ihn zu heiraten, obwohl sie schon einem hohen Offizier Friedrichs "Versprochen" war. Da die Dame auf ihrem Vorhaben besteht, stimmt der Preußenkönig dieser Heirat nur mit dem Befehl an v. Vernezobre zu, dass dieser ein modernes Gutshaus und moderne Gutsgebäude zu bauen hat, denn Friedrich plant, "Kolonisten" aus Sachsen, Böhmen und Württemberg in der Niederlausitz anzusiedeln, die die allein landwirtschaftliche Struktur der Dörfer verändern sollen. Sie verfügen neben landwirtschaftlichen Kenntnissen auch über handwerkliche Berufe wie Schneider, Schuh- und Pantoffelmacher, Maurer, Schreiner, 2immermann, Korbmacher usw. So entstehen also das erste aus Steinen gebaute Gutshaus und wenige Stallgebäude sowie Unterkünfte für die Gutsarbeiter. Diese allerdings in der herkömmlichen Bauweise aus Holz, Lehm und Stroh. Neunundzwanzig Jahre später, in Jahre 1779 geht der Ort durch Erbschaft an die Familie v. Normann über. Der Verwalter des herrschaftlichen Gutes ist ein gewisser August Schmalfuß aus Cottbus. Dieser August Schmalfuß ist der Großvater des späteren Chronisten Ludwig Leichards, aus Cottbus stammender berühmter Australienforscher, Friedrich August Schmalfuß.

Erst im Jahre 1849 verliert das Dorf offiziell durch Gerichtsbeschluss, die Abhängigkeit vom Rittergut und ist fortan keine Patronatsgemeinde mehr. Krieschow besteht nun aus dem Gutsbezirk und dem Gemeindebezirk. Der erste Gemeinderat wird gewählt. Im Jahre 1868 kauft der reiche Graf Hugo-Wichard v. Winterfeld aus dam Hause Vahrno das Rittergut. Er ist bereits im Besitz der Dörfer Kackrow und Wiesendorf. Mit seinem Geld geht es nun vorwärts im Ort. Er lässt für seine Gutsarbeiter feste Häuser errichten, baut das Beamtenhaus, Scheunen und Stallungen, lässt die immer unter Wasser stehenden Wiesen meliorieren und von einem Architekten den Park hinter dem Gutshaus anlegen. Und dieser entwickelt sich zu einem der schönsten im Landkreis Cottbus (gehört leider der Vergangenheit an). Zwei Jahre später ist das Gutshaus (Schloss) völlig umgebaut (in der Form heute erhalten). Aber auch im Dorf entstehen die ersten Wohnhäuser der Großbauern aus gebrannten Steinen, wenn auch unter Aufnahme von Krediten.

1907 erhält Krieschow ein neues Schulgebäude, ebenfalls aus Steinen errichtet. Der alte Klassenraum in Lehrerhaus kann nun als Wohnung für einen 2. Lehrer eingerichtet werden. Im Jahre 1917 wird Krieschow an das Stromnetz angeschlossen. Der Rittergutsbesitzer kauft nun die erste Dreschmaschine. Auf den Höfen aber wird das Korn weiter wie seit Jahrhunderten mit dem Dreschflegel gedroschen.

Das Jahr 1928 ist das Jahr der Vereinigung des Gemeindebezirkes und des Gutsbezirkes und der Vereinigung der Gemeinden Krieschow und Wiesendorf zur Landgemeinde Krieschow-Wiesendorf.

Der Bau der Dorfstraße

Ein Jahr später stellt die Gemeinde beim Finanzamt des Kreises Cottbus den Antrag auf finanziellen Zuschuss zum Bau der Dorfstraße. Sie ist seit Jahrhunderten in einem erbärmlichen Zustand, eine einzige Moraststrecke, wenn Niederschläge gefallen sind, im Frühjahr über Wochen und Monate und nur mit den Vierspännern des Rittergutes zu befahren. Der Antrag wird genehmigt und die Gemeinde erhält einen Zuschuss in Höhe von 96.000.- Reichsmark. Je 12.000.- RM finanzieren die Gemeinde und das Rittergut. Und so als sei es ein Glückwunsch, erlebt der kleine Ort am 24. August 1930, noch mitten im Straßenbau, eine Sensation. Um 9.30 Uhr überfliegt das Luftschiff "Graf Zeppelin" in relativ niedriger Höhe die Gemeinde. Auf den Feldern wird die Arbeit unterbrochen. Alles schaut gebannt zum Himmel. Ende 1931 sind Regenwasserkanalisation und kopfsteingepflasterte Straße fertig. Eine glückliche Gemeinde. Im gleichen "Atemzug" ist nämlich der völlige Neubau des Lehrerhauses abgeschlossen, so dass die miserablen Wohnverhältnisse der Lehrer der Vergangenheit angehören und sie nun ohne Sorgen und mit aller Energie die Kinder in der 2-klassigen Schule in 2 Abteilungen (1. -4. Schuljahr, 5.-8. Schuljahr) unterrichten können. Für heutige Verhältnisse natürlich die bekannte "Zwergschule".

"Kzschischoka" heißt fortan "Graifenhainer Fließ"

Im Jahr 1934 erlassen die vor einem Jahr an die Macht gekommenen Nationalsozialisten u.a. das Gesetz zur Änderung der wendischen Orts- und Flurnamen in deutsche. Unsere alte "Kzschischoka" heißt fortan "Graifenhainer Fließ", was allein schon geografisch falsch ist, denn sie hat ihre Quelle unweit von Altdöbern.

Auch die wendische Ortsbezeichnung, Ksisow, über 6 Jahrhunderte erhalten, darf nicht mehr erscheinen. Die Flurnamen, wie "Dubrower", "Pulitan", "Lutzka", "Schelischnika" usw. bleiben umgangssprachlich bis heute erhalten. Die Bauern fuhren mit ihren Gespannen auf "Dubrauer", nicht "in den Eichengrund", wie es im Deutschen heißen würde. 3 Jahre später wird die Reichsautobahn gebaut. Einige Bauern müssen für den durch Krieschow führenden Teil ihr Acker zur Verfügung stellen. Finanzielle Entschädigung wird ihnen zugesagt. Einige Raten bekamen sie auch, aber auf den größten Teil der Entschädigung warten sie heute noch. Interessant für uns "Unwissende" heute ist die bäuerliche Struktur der zwanziger und dreißiger Jahre, weil sie (nach meinen Vergleichen) der unserer Nachbargemeinden "aufs Haar gleicht". Die Kleinbauernwirtschaften, die neben den Mittelbauernwirtschaften in den Dörfern fast 90 Prozent ausmachten, verfügten also durchschnittlich über folgenden Tierbestand: - 4 Rinder, davon 1 Ochse oder 2 Kühe als Zugtiere, - 6-8 Schweine, - 2 Schafe oder Ziegen, - 15 bis 20 Hühner, Gänse, Enten und über 4.5 - 6.0 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche, also Acker, Wiesen, Wald, wobei bei Größenordnungen, auch der wesentlich größeren Flächen der Mittel- und wenigen Großbauern, immer der überwiegend schlechte Krieschower Boden in Betracht gezogen werden muss. Bei seinem Regierungsantritt hatte Hitler die Bauern zum "Ersten Stand im Staate" erklärt. Nun im Jahre 1938 lässt er im Zuge seiner systematischen Kriegsvorbereitungen "die Katze aus dem Sack". Nach dem Erlass des "Erbhofgesetzes", wonach Bauerwirtschaften nicht mehr in Teilen vererbt werden durften, erlässt er nun die "Bäuerliche Marktordnung". Und die trifft gerade die niederlausitzer Klein- und Mittelbauern schwer. Der Zweck liegt in der uneingeschränkten Kontrolle der Erzeugnisse und das Verbrauchs landwirtschaftlicher Produkte.Verboten unter Strafe sind: "Selbstschlachten" und "Selbstbutter".

 Die Zentrifugen werden verplombt. Der Anbau von Getreide und Gemüse muss eingeschränkt werden (und das in den traditionellen Gemüseanbaugebieten um Burg, Werben, Schmogrow, Sielow usw.). Die Flachsröste in Vetschau wurde ausgebaut und modernisiert und die Bauern haben "in erster Linie" Flachs anzubauen (obwohl es den natürlich schon gab, denn das "Leinöl" aus dem Spreewald war wie die Gurken bereits in den zwanziger Jahren sogar in Amerika bekannt). In mehrfacher Verarbeitung war Flachs aber sehr gut zur Fertigung von Uniformstoffen zu verwenden. Doch den Bauern brachte er nichts ein, zumindest in Krieschow nicht. Die Kleinbauern verpachteten einen Teil ihres Ackers an die Mittel- und Großbauern und suchten ihren Broterwerb in Cottbus, Calau oder Vetschau, bei der Bahn und bei der Post. Ihre Wirtschaften "bewirtschafteten" sie nach "Feierabend". Der Arbeitstag lag bei 14 Stunden und die größte Last lag auf den Schultern der Frauen, vor allem im Frühjahr und im Sommer. In der Nacht vom 31. August zum 1. September 1939 brennt die jahrhundertealte "Paulicks-Mühle" (ehem. "Tammühle") ab und hört mit dieser Nacht für immer auf, zu existieren. Stunden später beginnt der europaweit größte Brand, der mehr als 20.0 Millionen Menschen das Leben kosten wird - der 2. Weltkrieg. Die Auswirkungen und die Folgen sind besonders den ältern Bürgern unserer Gemeinden aber auch uns Jüngeren bekannt. Weitere Millionen Menschen mussten ihre angestammte Heimat verlassen (woran nicht unsere polnischen Nachbarn schuld sind), bepackt nur mit dem Notwendigsten. Viele fanden In unseren Dörfern, auch in Krieschow, eine neue Heimat. Sie siedelten im Rahmen der Bodenreform (1946) bauten "Behausungen für Mensch und Vieh und wurden "sesshaft", wie ihreVorfahren vor Hunderten von Jahren.

 

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